Mit dem „eurofestival zupfmusik 2010“ findet weltgrößtes Zupfmusikertreffen in Bruchsal statt / Gäste und Musiker aus verschiedenen Kontinenten / Breites Programm vom 3. bis 6. Juni auch für die Öffentlichkeit
Bruchsal (pa). Pipa? Baglama? Bouzouki? Wohl kaum jemand, der bei den Namen dieser südeuropäischen und asiatischen Instrumente spontan an den Begriff „Zupfmusik“ denken würde. Damit bringt man in heimischen Gefilden wohl eher Zither und Harfe in Verbindung – und unterschätzt damit doch das Spektrum der instrumentalen „zupferischen“ Bandbreite erheblich. Zwischen dem 3. und 6. Juni bietet sich in Bruchsal während eines langen Wochenendes von Donnerstag bis Sonntag die willkommene Gelegenheit, beim „eurofestival zupfmusik 2010“ etliche dieser Instrumente einmal zu sehen und natürlich vor allem zu hören. Denn zum weltgrößten Zupfertreffen geben sich rund tausend Hobby- und Profimusiker im und um das Bürgerzentrum ein Stelldichein.
Orchester aus zwanzig verschiedenen Nationen, darunter Australien, China, Finnland, Israel, Japan, Weißrussland sowie USA, nehmen an diesem internationalen Musikfestival teil und dokumentieren damit zugleich eindrucksvoll dessen Bedeutung. Etliche Ensembles werden auch innovative Werke und insbesondere Uraufführungen mit im Gepäck haben, darunter Yoshinao Kobayashis programmatisch betiteltes Werk „Aquafishes“ für Mandoline und Gitarre sowie Franz Fellners Kompositionen „Patchwork“ und „Polychromos“ für Zupforchester und Zitherensemble. In der Lutherkirche ist am Abend des 3. Juni um 18 Uhr erstmals Christopher Grafschmidts „Missa brevis“ für Chor und Zupforchester zu hören. Insgesamt erfahren stolze zehn Werke deutscher, japanischer und österreichischer Komponisten in Bruchsal ihre Premiere. Schwerpunktthema eines runden Tisches, wie das gesamte Festival auch ausgerichtet vom Bund deutscher Zupfmusiker (BdZ), wird das Thema „Musik als Medium der Integration?“ sein.
Vor allem aber sollen die Bürger und Besucher von Bruchsal unmittelbar in das Festivalgeschehen mit einbezogen werden. Am 4. und 5. Juni können sie beim Flanieren durch die Stadt auf der Open-Air-Bühne am Holzmarkt die dort auftretenden Solisten und Ensembles erleben. Das soll natürlich auch dazu animieren, die übrigen Veranstaltungen im Bürgerzentrum, im Schloss sowie in der Musik- und Kunstschule zu besuchen. Bereits am Vorabend des Festivals, am 2. Juni um 17 Uhr, wird im Bürgerzentrum bei freiem Eintritt die Kinderoper „Blond, entführt – gerettet!?“ aufgeführt, eine Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“. Den Stummfilm „The Man with a Movie Camera“ wird das nordrhein-westfälische Landesjugendzupforchester mit Musik untermalen.
Für Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ist das „eurofestival zupfmusik 2010“ ein willkommener Anlass, einen großen historischen Bogen von den Zeiten der barocken Hofmusik im Schloss bis zu den von Bundespräsident Horst Köhler besuchten Tagen der Chor- und Orchestermusik zu schlagen, mit deren Ausrichtung sich Bruchsal im Frühjahr 2008 einmal mehr als Gastgeber für bundesweite und internationale Festivals empfohlen hat. „In diese zwischenzeitliche Tradition breitenwirksamer Musikveranstaltungen möchte ich auch das ‚eurofestival zupfmusik 2010’ stellen“, so Petzold-Schick.
Und nicht nur die Stadt Bruchsal als Austragungsort nimmt Anteil an dieser Gastgeberrolle, sondern das ganze Bundesland. Ministerpräsident Stefan Mappus hat die Schirmherrschaft des Festivals übernommen, es ist Begleitprogramm zur großen Landesausstellung „Musikkultur in Baden-Württemberg“ und zugleich Teil des ganzjährig moderierten Projekts „Musikland Baden-Württemberg“.
Organisatorische Hinweise
Eintrittskarten zu sämtlichen Konzerten des „eurofestivals zupfmusik“ können – so lange der Vorrat reicht – ab Mittwoch, 2. Juni, um 16 Uhr an der Infotheke im Bürgerzentrum Bruchsal erworben werden. Für alle Aufführungen kostet der Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Am Abend des 4. Juni findet eine spezielle Nacht der Musik im Schloss Bruchsal statt, hier kostet der Eintritt 5 Euro. Die Karten hierfür sind an der Infotheke und abends vor Ort im Schloss erhältlich. Weitere Informationen: Tel. 07251/79-380 und mobil 0172/7409826.
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„Zupfer-Nacht“ im Schloss (Freitag, 4. Juni)
Am Freitag, 4. Juni wird das Bruchsaler Barockschloss ab 21.30 Uhr zum Mekka für zupfmusikalische Vielfalt und Virtuosität. In verschiedenen Sälen sind ausgewählte, teils internationale Ensembles und Solisten zu hören, darunter das Amsterdams Gitaaren en Mandolin Duo sowie Tang Hua aus China mit ihrer Pipa, einer langgestreckten, mit Darmsaiten bespannten birnförmigen Damenlaute. Zur Aufführung kommen verschiedene klassische Werke, neben Kompositionen von Johann Sebastian Bach auch Henry Purcells Semioper „King Arthur“ in der Bearbeitung für Zupforchester, Gitarrenquartett, Solisten und Erzähler.
Der Eintritt zur „Zupfer-Nacht“ im Schloss beträgt 5 Euro, ein begrenztes Kartenkontingent ist – so lange der Vorrat reicht – ab Mittwoch, 2. Juni, 16 Uhr im Veranstaltungsbüro (Foyer des Bürgerzentrums Bruchsal) sowie am 4. Juni abends direkt vor Ort im Eingangsbereich des Schlosses erhältlich. Im Zeitraum von 21 bis 24 Uhr ist außerdem das Deutsche Musikautomaten-Museum mit seiner derzeitigen Sonderausstellung „Schwarzwaldmädel“ sowie der „Schatzkammer“ mit der Dauerausstellung zu selbstspielenden Figurenautomaten geöffnet und im Eintritt inbegriffen.
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Zupferparty mit Open-Air-Bühne
(Samstag, 5. Juni, ab 21.30 Uhr)
Zupfen – open Air? Geht das? Nun: Gitarren, Mandolinen und Co. müssen es keineswegs immer nur bei beschaulich-zarten Klängen belassen, sondern sind sehr wohl auch unter freiem Himmel „festivaltauglich“. Bei einer Zupfer-Party, zu der die Bevölkerung ganz ohne Eintritt eingeladen ist, spielen die Teilnehmer und Musiker des „eurofestival zupfmusik 2010“ am Samstagabend, 5. Juni, ab 21.30 Uhr beim Bruchsaler Holzmarkt auf. Ein sattes und (fast) nachtfüllendes Programm erwartet die Besucher, ein breites Spektrum der Klangvielfalt unterschiedlichster Musikinstrumente.
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Auszüge aus dem Programm
Mittwoch, 2. Juni (Vorprogramm)
17 Uhr
„Blond, entführt – gerettet?“ Kinderoper nach Mozart (Eintritt frei). – Bürgerzentrum
Donnerstag, 3. Juni
10.30 Uhr
The Israeli Plectrum Orchestra, Duo Tolkacheva, Mandolinata Karlsruhe – Bürgerzentrum
14.30 Uhr
Saarländisches Jugendorchester, Gitarrenensemble Rheine, Highregister Orchestra u. a. – Bürgerzentrum
16 Uhr
Jugendzupforchester Nordrhein-Westfalen – Stummfilm „The Man with a Movie Camera“ – Musik- und Kunstschule
18 Uhr
Uraufführung „Missa brevis“ (Christopher Grafschmidt) – Lutherkirche
19.30 Uhr
The Strings, Landeszupforchester Nordrhein-Westfalen, West Australian Mandolin Orchestra, Wolga-Virtuosen u.a. – Bürgerzentrum
Freitag, 4. Juni
ab 11 Uhr
Open-Air-Bühne – Holzmarkt
14.30 Uhr
Landeszupforchester Nord, Jugendorchester des Saarlandes, Sachsen und Brandenburg-Berlin – Bürgerzentrum
16 Uhr
Jugendzupforchester Nordrhein-Westfalen – Stummfilm „The Man with a Movie Camera“ – Musik- und Kunstschule
19.30 Uhr
Orchester aus Baden-Württemberg – Bürgerzentrum
ab 21 Uhr
Deutsches Musikautomaten-Museum geöffnet (bis 24 Uhr) – Schloss
ab 21.30 Uhr
Zupfer-Night – Schloss
Samstag, 5. Juni
ab 11 Uhr
Open-Air-Bühne – Holzmarkt
ab 14.30 Uhr
Zupforchester Friedrichweiler, Kataoka-Ensemble u.a. – Bürgerzentrum
19.30 Uhr
Saarländisches Zupforchester, Kubota-Philomandolinen u.a. – Bürgerzentrum
ab 21.30 Uhr
Zupferparty – Bruchsaler Innenstadt/Holzmarkt
Sonntag, 6. Juni
11 Uhr
Ayako Yokota, Neue Münchner Gitarristen, Antipodean Ensemble u. a. – Bürgerzentrum
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Am 2. Juni im Bruchsaler Bürgerzentrum / Eintritt frei
Eine Kinderoper – sehr frei nach Mozart
„Blond, entführt – gerettet!?“ – so lautet der Titel des Opernprojekts des Jugendzupforchesters Hessen (JZOH) und des Hessischen Zupforchesters (HZO) von Kindern für Kinder, das am 2. Juni im Bruchsaler Bürgerzentrum im Rahmen des „eurofestival zupfmusik 2010“ aufgeführt wird. Sabine Geis, Dirigentin des JZOH, hat Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ für Zupforchester bearbeitet und die Geschichte kurz und knapp für Kinder auf den Punkt gebracht: Der junge spanische Edelmann Belmonte möchte seine Braut Konstanze, deren Zofe Blonde und seinen Diener Pedrillo aus dem Serail des orientalischen Herrschers Bassa Selim befreien. Oberaufseher in den Gärten des Bassas und Wächter über die Gefangenen ist der grobe Osmin. Dieser vereitelt die wohlgeplante Flucht in letzter Sekunde. Osmin beschwört seinen Herren, keine Gnade walten zu lassen und die Verräter allesamt hinzurichten. Die Entscheidung Selims, die mit seiner eigenen tragischen Geschichte verwoben ist, fällt in einer dramatischen Schlussszene…
Mit diesem Projekt leistet das eurofestival zupfmusik 2010 einen wichtigen Beitrag zu einer kulturellen Entwicklung, die immer größere Kreise zieht – spezielle Musiktheaterprojekte für Kinder, die nicht nur Schwellenängste nehmen sollen, sondern vor allem das Publikum von morgen auf die Kunstform Oper vorbereiten. Das Kinderopernprojekt des eurofestival zupfmusik knüpft hier unmittelbar an. Zu einer Vorab-Aufführung am 2. Juni um 17 Uhr, mit der gleichzeitig das größte Zupfmusikfestival der Welt inoffiziell eröffnet wird, sind alle Kinder ab 8 Jahren mit ihren Eltern herzlich eingeladen.
[Rubrik: Stadt-Bruchsal] [Tags: bruchsal,
musik]
Ersatzbrennstoffanlage schwer beschädigt
Kreis Karlsruhe. Schaden in Millionenhöhe hat ein Brand in der Ersatzbrennstoffanlage bei der Gesellschaft für Abfallwirtschaft GfA in den frühen Morgenstunden des 19. April in Bruchsal verursacht. Die Halle, in der die Anlage stand, brannte komplett aus und das Dach ist teilweise eingestürzt. Zwei Mitarbeiter erlitten bei Löschversuchen leichte Rauchvergiftungen und wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Behandelt werden musste auch ein Feuerwehrmann mit Kreislaufproblemen. Insgesamt waren fast 200 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei an dem Einsatz beteiligt.
Eine Besonderheit war, dass die Rauchwolke nicht aufstieg, sondern aufgrund der Wetterlage ca. 50 m über dem Boden in nordöstliche Richtung zog. Die betroffenen Einwohner und Einrichtungen wie z.B. Schulen und Kindergärten wurden von der Polizei deshalb vorsorglich gebeten, die Fenster geschlossen zu halten. Messungen der Feuerwehr haben ergeben, dass keine Grenzwerte der maximal zulässigen Arbeitsplatzkonzentrationen, sogenannte MAK-Werte, überschritten wurden. Für die Bevölkerung bestand deshalb keine Gefahr. Gegen 8.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und es konnte auch Entwarnung im Hinblick auf die Rauchwolke gegeben werden. „Dank des schnellen und planvollen Vorgehens der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Hallen und Betriebsteile auf dem Firmengelände und damit ein weitaus größerer Schaden verhindert werden“, lobte Kreisbrandmeister Thomas Hauck die Einsatzkräfte. Auch Erster Landesbeamter Ralph Schlusche war vor Ort, um bei Bedarf weitergehende Unterstützung des Landratsamtes, insbesondere im Bereich des Gewässerschutzes und der Luftreinhaltung zu organisieren, was jedoch nicht erforderlich war. Die Brandursache ist noch unklar; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, das Betreten der einsturzgefährdeten Halle war aus Sicherheitsgründen jedoch noch nicht möglich.
Auf dem Betriebsgelände der GfA in der Lußhardstraße in der Nähe der Autobahn 5 werden Wertstoffe aus der „Grünen Tonne“ sowie Gewerbe- und Sperrmüll sortiert und für eine stoffliche Weiterverarbeitung oder zur Energieerzeugung bereitgestellt. In der ausgebrannten Halle wurde Gewerbe- und Sperrmüll zu sogenannten „Ersatzbrennstoffen“ verarbeitet. Die Anlage zerkleinert und sortiert brennbare Teile des Abfalls, also Papier-, Kunststoff- und Holz und bereitet diese zur Verbrennung in Zementwerken auf.
Sonder- oder kontaminierter Müll wird in der Anlage nicht gelagert oder behandelt.
Bis Klarheit über das weitere Vorgehen herrscht, werden die für die Ersatzbrennstoffaufbereitung vorgesehenen Sperrmüll- und Gewerbeabfälle bis auf weiteres direkt zur Müllverbrennungsanlage nach Mannheim umgeleitet. Die Wertstoffsortieranlage wird voraussichtlich nach Abschluss der Löscharbeiten wieder in Betrieb gehen können. „Alle Müllabfuhrtermine und Sperrmüllsammlungen werden wie gewohnt durchgeführt“, teilt deshalb der Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Uwe Bartl mit.
MEDIEN-INFORMATION
Nr. 122 vom 19.04.2010
[Rubrik: Landkreis-Karlsruhe] [Tags: bruchsal]
Landrat Dr. Schnaudigel: „Wir wollen keine weiteren Verzögerungen.“
Kreis Karlsruhe. Auch der Landkreis Karlsruhe will auf jeden Fall eine weitere Verzögerung des Ausbaus der Sterecke Bruchsal – Germersheim vermeiden. „Dieses S-Bahn-Projekt ist für den Landkreis Karlsruhe sehr wichtig und stellt eine bedeutende Infrastrukturverbesserung insbesondere für den Nordwesten des Landkreis dar“, stellte Landrat des Landkreises Karlsruhe, Dr. Christoph Schnaudigel klar.
Die Baumaßnahmen für die Elektrifizierung gestalten sich jedoch aufwendiger als ursprünglich angenommen. Die dadurch entstehende Kostensteigerung von ursprünglich sechs Millionen Euro auf nunmehr elf Millionen Euro muss hinterfragt werden. Aus diesem Grund hat der Landkreis unverzüglich mit der DB-Projektbau Kontakt aufgenommen und um alle relevanten Unterlagen gebeten. „Für die bisher eingetretene Verzögerung ist ausschließlich die Bahn verantwortlich“, so der Landrat. Die Aufarbeitung der nun offenen Fragen müsse keineswegs zu weiteren Verzögerungen führen.
Die Bahn erarbeitet derzeit die für eine Vertragsunterzeichnung notwendigen Unterlagen. „Diese Unterlagen sind Grundlage für die Beschlussfassung im Kreistag“, machte der Landrat deutlich. Er betonte erneut: „Der Ausbau der S-Bahn-Strecke Bruchsal – Germersheim ist ein bedeutendes Nahverkehrsprojekt für die ganze Region. Für Berufspendler, Privatpersonen und Ausflügler ist der Ausbau des ÖPNV hier unerlässlich.“
Sonder-Pressedienst Landratsamt Karlsruhe vom 29.04.2009
MEDIEN-INFORMATION Nr. 242
[Rubrik: Landkreis-Karlsruhe] [Tags: bruchsal,
stadtbahn]
Am Donnerstag, 13. März um 18 Uhr
Vorträge und Ausstellungseröffnung im Rathaus am Marktplatz
Bruchsal (pa). “Mittelalterliche Burgen im Kraichgau” – so lautet der Titel einer Ausstellung, die am Donnerstag, 13. März, um 18 Uhr im Rathaus am Marktplatz eröffnet wird. Die Bevölkerung ist hierzu herzlich eingeladen. Gestaltet von der Arbeitsgemeinschaft Aspectus Novus, dokumentiert die attraktive Präsentation die Burgenentwicklung im Kraichgau und berücksichtigt dabei militärische Gesichtspunkte ebenso wie das keineswegs luxuriöse Alltagsleben auf solchen Kastellen. Zwei fachkundige Experten führen in Bildvorträgen in die komplexe Thematik ein. Dr. Ludwig H. Hildebrandt (Wiesloch) spricht über “Grafen und Grafensitze im hochmittelalterlichen Kraichgau”, Nicolai Knauer (Massenbachhausen) über “Hochmittelalterliche Burgen in Nordbaden”. Der Verein junger Gitarristen unter Leitung von Ulyka Wagner wird die Veranstaltung mit Instrumentalwerken des Spätmittelalters und der Renaissance musikalisch umrahmen.
Anlass ist übrigens der 650. Jahrestag der erstmaligen Erwähnung des Bruchsaler Bergfrieds anno 1358, der das mittelalterliche Bruchsal vor Angriffen schützen sollte. Das Alte Schloss der Speyerer Fürstbischöfe war eines von vielen vergleichbaren Bauwerken, die den Kraichgau und das nordwestliche Baden-Württemberg zu einer der burgenreichsten Landschaften Deutschlands machen. Auf engem Raum entstanden hier im Laufe der Jahrhunderte rund 300 Burg- und Schlossanlagen, oft sogar mehrere Adelssitze in einem Dorf. Der Formenreichtum dieser Bauwerke sucht seinesgleichen. Die von der Stadt Bruchsal veranstaltete Ausstellung ist bis Freitag, 6. Juni, jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich. Der Eintritt ist frei.
Stadt Bruchsal
Hauptamt
Abt. III – Kultur und Veranstaltungen
[Rubrik: Stadt-Bruchsal] [Tags: ausstellung,
bruchsal,
kraichgau]
Eine Koproduktion der Badischen Landesbühne und der Koralle
Ein Deutscher und ein amerikanischer Jude schreiben sich in den Monaten um Hitlers Machtergreifung Briefe. Der Jude lebt in San Francisco, der Deutsche in München. Zu Beginn schreiben sie sich aus Freundschaft, schließlich werden sie wegen ihrer unterschiedlichen Gesinnungen zu unerbittlichen Feinden. Nachdem die jüdische Schwester des Amerikaners der Gestapo zum Opfer gefallen ist und der Brieffreund in Deutschland nichts dagegen unternimmt, erfolgt die Rache schriftlich. Der Amerikaner handelt aus der örtlichen Distanz. Er verfasst Briefe, dessen Inhalt für den Deutschen tödlich ist. Einmal geöffnet, gibt es für diesen kein Entweichen mehr. Der letzte Brief kommt nach vierzehn Tagen an den Absender zurück –„Adressat unbekannt“. Treffer.
1938 wurde Kressmann Taylors fiktiver Briefwechsel in einer Zeitschrift veröffentlicht. „Selten ist so viel in solcher Dichte ausgedrückt worden“, heißt es in einer Rezension. Über sechzig Jahre lang in Vergessenheit geraten, wurde dieser beeindruckende Text im Jahr 2000 wieder neu verlegt. In der Lesung ADRESSAT UNBEKANNT werden zwei Schauspieler den erschütternden Weg einer verlorenen Freundschaft verfolgen.
Mit Hannes Höchsmann und Manfred Rieger
Sonntag, 17. Februar 2008, 11.00 Uhr
Sonntag, 24. Februar 2008, 19.30 Uhr
Bruchsal, Probenfabrik, Wilderichstr. 31
VVK:
Badische Landesbühne Bruchsal
Tel. 07251-72723 und ticket@dieblb.de
BADISCHE LANDESBÜHNE BRUCHSAL
Werbung / Öffentlichkeitsarbeit
[Rubrik: BLB-Badische-Landesbuehne] [Tags: bruchsal,
theater]
Wegen Vorbereitungsarbeiten für die Gleissanierung der Strecke Bruchsal – Mühlacker fahren in den kommenden Wochen abends einige Züge der Stadtbahnlinie S9 von Bruchsal nach Bretten auf dem Gegengleis.
Hiervon betroffen sind folgende Züge:
An den Sonntagen 17. und 24. Februar, 2. und 9. März die Stadtbahnen um 21.38, 22.38, 23.38 und 1.18 Uhr ab Bruchsal.
Montags bis freitags vom 18. bis 22. Februar, 25. bis 29. Februar, 3. bis 7. März und 10. bis 14. März jeweils die Stadtbahnen um 23.38 und 1.18 Uhr ab Bruchsal sowie zusätzlich in den Nächten von Freitag auf Samstag auch die Stadtbahn um 2.18 Uhr ab Bruchsal.
Diese Züge halten an allen Haltestellen zwischen Bruchsal und Bretten an dem gegenüberliegenden Bahnsteig.
AVG
Pressemitteilung vom 5. Februar 2008
[Rubrik: AVG] [Tags: avg,
bretten,
bruchsal,
kvv,
stadtbahn]
Die Badische Landesbühne zeigt am 14. Februar 2008 um 19.30 Uhr im Stadttheater Bruchsal die Premiere von Shakespeares Tragödie MACBETH.
Dieses Drama schließt den Reigen der großen Tragödien des weltberühmten Theaterautors ab und gilt als eines seiner reifsten Werke.
In ihm demonstriert Shakespeare die Grausamkeit und Sinnlosigkeit skrupelloser Machtpolitik, die zwangsläufig von der Zerstörung des Rivalen bis hin zur Selbstentfremdung und dem eigenen Tod führt.
Die beiden schottischen Feldherren Macbeth und Banquo kehren von einer gewonnenen Schlacht zurück. Im Siegestaumel begegnen sie drei Hexen, die Macbeth prophezeien, dass er König von Schottland werden würde. Angestachelt durch diese Prophezeiung und aufgehetzt von seiner ehrgeizigen Frau Lady Macbeth wird der treue Staatsdiener zum blutigen Mörder. Er erlangt nun zwar die Königskrone, doch Ruhe findet er keine: Albträume und Schreckensvisionen beginnen ihn zu quälen. Auch Lady Macbeth erträgt die Schuld nicht und verfällt dem Wahnsinn. Der Usurpator unterliegt schließlich dem Widerstand, der sich von England aus gegen ihn formiert hat. So endet das, was einst als Hexenzauber begann in Wahnsinn und Tod.
Regisseur Wolf E. Rahlfs MACBETH zeigt den Aufstieg und Fall eines Tyrannen aus der Innenperspektive desselben auf: „Unser Macbeth spielt im Kopf der Titelfigur. Das Stück erzählt nicht die Aufdeckung eines Verbrechens, sondern die Entdeckung und psychologische Sektion einer verbrecherischen Seele. Wir sind Zeugen der Selbstfindung eines Mannes, der sich von einem loyalen, pflichtbewussten Söldner und Krieger im Staatsdienst zu einem nur nach kühler innerer Logik taktierenden Mörder und Tyrannen entwickelt“, erläutert der Gastregisseur der Badischen Landesbühne sein Regiekonzept.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs, Ausstattung: Fransiska Smolarek, Musik: Hennes Holz
Mit: Cornelia Heilmann, Beate Metz; Philipp Dürschmied, Tobias Gondolf, Hannes Höchsmann, Kevin Emanuel Osenau, Milan Pesl, Fridolin Richter, Andreas Leopold Schadt
Premiere: 14. Februar 2008, 19.30 Uhr
Stadttheater Bruchsal, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: 17. Februar 2008, 28./29. März 2008
VVK:
Badische Landesbühne, Tel. 07251-72723, ticket@dieblb.de
Buchhandlung Baier, Tel. 07251-300010, buchhandlung-baier@t-online.de
BADISCHE LANDESBÜHNE BRUCHSAL
Werbung / Öffentlichkeitsarbeit
[Rubrik: BLB-Badische-Landesbuehne] [Tags: bruchsal,
premiere,
theater]