Büro für Integration bittet um Vorschläge und erläutert das Verfahren
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 19. Mai die neue „Satzung der Stadt Karlsruhe über die Beteiligung sachkundiger Einwohnerinnen und Einwohner im Migrationsbeirat“ beschlossen. Danach soll ein Migrationsbeirat als beratender Ausschuss des Gemeinderates gebildet werden, der sich – wie der bisherige Ausländerbeirat auch – aus zehn sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie elf Mitgliedern des Gemeinderates zusammensetzt. Der Ausschuss soll den Gemeinderat in allen Fragen zur Gestaltung des Zusammenlebens in der internationalen Stadtgesellschaft und insbesondere der Integration der hier lebenden Migrantinnen und Migranten beraten, informiert das Büro für Integration und bittet Bürgerinnen und Bürger, sich im Migrationsbeirat zu engagieren. Die sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner werden vom Gemeinderat gewählt. Zugrunde liegt der Wahl eine Kandidatenliste, die eine Delegiertenversammlung zuvor aus Vorschlägen und Bewerbungen aufgestellt hat.
Die Stadt hat alle Migrantenvereine, Bürgervereine sowie kirchlichen und sozialen Einrichtungen mit dem Arbeitsschwerpunkt Integration angeschrieben und gebeten, Kandidatinnen und Kandidaten sowie mögliche Stellvertreter für die Vorschlagsliste einzureichen. Aber auch wer keine Post bekommen habe, sich aber schwerpunktmäßig mit der Integration von Migranten beschäftige, könne Vorschläge machen, ermuntert das Büro für Integration. Sachkundiger Einwohner kann werden, wer bei der Beschlussfassung des Gemeinderats 18 Jahre alt war, seit drei Monaten mit einzigem Wohnsitz oder mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe gemeldet ist, sich als ausländischer Staatsangehöriger rechtmäßig in der Bundesrepublik aufhält oder die deutsche Staatsbürgerschaft hat und gut Deutsch spricht.
Die Kandidaten müssen sich schriftlich bewerben und nachweisen, dass sie sich in einem von fünf Themen auskennen. Folgende Themenfelder sind zu besetzen: Sprache und Bildung, rechtliche und wirtschaftliche Integration, Kultur und interreligiöser Dialog, Interkulturelle Öffnung und Wohnen sowie Gesundheit, Senioren und Sport. Bewerbungen müssen bis 10. November (das Datum des Poststempels ist maßgeblich) beim städtischen Büro für Integration, Helmholtzstraße 9 – 11, 76 133 Karlsruhe sein. Migrantenvereine, Bürgervereine sowie kirchliche und soziale Einrichtungen sollen aber nicht nur mögliche Kandidaten, sondern auch jeweils zwei Delegierte – sie müssen ebenfalls mindestens 18 Jahre alt sein und ihren Hauptwohnsitz in Karlsruhe haben – für die Delegiertenversammlung benennen. Auch darum bittet die Stadt bis 10. November.
Die Delegiertenversammlung findet am 10. Dezember um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz statt, nachdem der Wahlausschuss die Zulassungsvoraussetzungen der Delegierten sowie der Personen für die Vorschlagsliste festgestellt hat. Die Delegiertenversammlung wird aus dem Kreis der eingegangenen Bewerbungen die zehn Bewerberinnen und Bewerber sowie die zehn Stellvertreterinnen und Stellvertreter für die Vorschlagsliste auswählen.
Unterlagen für die Bewerbung als sachkundiger Einwohnerinnen oder als sachkundige Einwohnerin in den Migrationsbeirat, den Meldebogen für die Benennung der Vertreterinnen und Vertreter für die Delegiertenversammlung sowie weitere Informationen gibt es im Büro für Integration, Helmholtzstraße 9-11, 76133 Karlsruhe, unter der Telefonnummer 133-5762, per Fax unter 133-5769 oder per E-Mail unter buero.fuer.integration@sjb.karlsruhe.de. Die Unterlagen können auch im Internet unter der Adresse www.karlsruhe.de/fb4/einrichtungen/bfi.de heruntergeladen werden.
Stadt Karlsruhe
Presse- und Informationsamt
Pressedienst vom Mittwoch, 2. September 2009 Nummer 2
[Rubrik: Stadt-Karlsruhe] [Tags: integration,
migration]
Vier Athleten mit geistiger Behinderung laufen Distanz über 200 Meter
Im Vorfeld der Sommerspiele 2008 in Karlsruhe wird Special Olympics Deutschland mit einem kleinen Athletenteam beim Leichtathletik Hallenmeeting am 10. Februar vertreten sein. Karl-Heinz Giebler, Paolo
Di Bono und Manuel Bögner aus Karlsruhe sowie Eugen Buck aus Fluorn-Winzeln werden dem Publikum gegen 16.30 Uhr mit einem Laufwettbewerb über 200 Meter einen Vorgeschmack auf die Special Olympics National Games vom 16. bis 20 Juni 2008 in Karlsruhe geben.
Im anschließenden Interview mit Moderator Wolf-Dieter Poschmann werden Fritz Wurster, Vorsitzender von Special Olympics Baden-Württemberg und Athletensprecher Markus Reger einige Informationen zu den Special Olympics National Games geben. Zu dem größten Sportereignis dieses Jahres werden 3700 Athleten aus dem ganzen Bundesgebiet mit insgesamt 1300 Trainern und Coachs in der Fächerstadt erwartet. Die Wettbewerbe werden in 17 Sportarten an 14 Sportstätten im gesamten Stadtgebiet ausgetragen.
Die Europahalle wird dabei mit der Austragung der Eröffnungsfeier und den Sportwettbewerben im Roller-Skating und dem Kraft-Dreikampf zentrale Veranstaltungsstätte sein. In Olympic Town rund um die Europahalle wird es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Athleten und Besucher geben.
Special Olympics ist die weltweit größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Sie bietet ganzjähriges Sporttraining und Wettbewerbe in verschiedenen olympischen Disziplinen. Damit erhalten Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit, körperliche Fitness und Selbstbewusstsein zu entwickeln und ihre Fähigkeiten mit anderen Sportlern und dem Publikum zu teilen. Rund 30 000 Menschen trainieren in Deutsch-land nach dem Special Olympics Prinzipien in über 500 Mitgliedsorganisa-tionen. Im Zweijahresrhythmus veranstaltet Special Olympics Deutschland abwechselnd Sommer- und Winterspiele.
KMK Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH
Abt. Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Pressemitteilung 5. Februar 2008
[Rubrik: KMK] [Tags: europahalle,
integration,
leichtathletik,
sport]
12. Karlsruher Gespräche finden vom 15. bis 17. Februar statt
Wie sehen Personen mit Migrationshintergrund das Zusammenleben in Europa und die Herausforderung pluraler Identitäten? Welche Aspekte erachten sie als entscheidend für den Zusammenhalt der europäischen Gesellschaft und wo sehen sie Handlungsbedarf? Diesen Fragen widmet sich das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe (TH) mit den Vorträgen, Diskussionen und Aufführungen, die
vom 15. bis 17. Februar
bei den 12. Karlsruher Gesprächen
stattfinden. Das Motto lautet „Mein Europa – Dein Europa: Innenansichten von Nicht-Europäern“. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur, die nicht aus Europa stammen, ihren Lebensmittelpunkt aber in einem europäischen Land haben, befassen sich mit Integrationsfragen in Europa. Dabei stehen etwa das Zusammentreffen verschiedener Kulturen und die Gefahr von Parallelgesellschaften im Mittelpunkt. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Schirmherrschaft für die Karlsruher Gespräche 2007 und 2008 übernommen.
Zur Eröffnung trägt am Freitag, 15. Februar, Professor Dr. Shlomo Ben Ami vor, Vizepräsident des Toledo International Centre for Peace in Madrid. Als israelischer Außenminister von 2000 bis 2001 beschäftigte ihn die Palästina-Frage. Ben Ami war ein politischer Gegner von Shimon Peres und trat unter der Regierung von Ariel Sharon zurück.
Zum Auftakt des Symposiums am Samstag, 16. Februar, spricht der ägyptische Literaturwissenschaftler Professor Dr. Nasr Hamid Abu Zayd. Weil er den Koran kritisch deutet, musste er seine Ehe auflösen, zudem erhielt er zahlreiche Morddrohungen. Diese Vorkommnisse zwangen ihn 1995 ins Exil nach Holland. Zu Gast ist auch die Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Dr. Necla Kelek. Sie ist in der Türkei geboren und emigrierte im Jahr 1968 mit ihren Eltern nach Deutschland.
Mit auf dem Podium „Europäischer Integrationsrat“ am Sonntag, 17. Februar, sitzt der Soziologe, Wirtschaftswissenschaftler und Romanautor Dr. Azouz Begag, ehemaliger Minister für Chancengleichheit in Frankreich, dessen Eltern aus Algerien nach Frankreich kamen.
Das Abendprogramm der Karlsruher Gespräche besteht aus kulturell-künstlerischer Darbietungen, wie etwa der Filmnacht in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender ARTE im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Zu sehen sind vier Filme zum Thema europäische Integration. Der chinesisch-französische Künstler und Literaturnobelpreisträger Gao Xingjian steht für ein Gespräch zur Verfügung und zeigt seinen Film La Silhouette sinon l’ombre (2006). Eine Ausstellung seiner Bilder wird im ZKM acht Wochen lang zu sehen sein. Gao ließ sich 1988 als politischer Flüchtling in Paris nieder und nahm 1998 die französische Staatsbürgerschaft an.
Die Sparda-Bank Baden-Württemberg eG als Hauptsponsor und die Stadt Karlsruhe unterstützten die Veranstaltung erneut finanziell.
Das Programm:
Freitag, 15. Februar
15 Uhr: Interkulturelles Karlsruhe? Eine Stadterkundung auf den Spuren von Menschenrechten und Chancengleichheit, gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg, Treffpunkt Museum beim Markt
19:30 Uhr: Eröffnung, SpardaEvent-Center (Baumeisterstraße 21)
Samstag, 16. Februar
9:30 Uhr: Symposium, IHK Karlsruhe, Saal Baden (Lammstraße 13-17)
19 Uhr: Vernissage zur Ausstellung „Gao Xingjian: Papier Tusche Film“, ZKM (Lorenzstraße 19)
20 Uhr: ARTE Filmnacht, ZKM
Sonntag, 17. Februar
11 Uhr: Matinee/Podiumsdiskussion, SpardaEvent-Center
15 Uhr: Interkulturelles Karlsruhe? Eine Stadterkundung (siehe Freitag)
17 Uhr: La Silhouette: Filmpräsentation und Gespräch mit Gao Xingjian, ZKM
20 Uhr: Jean-René Lemoine: Face à la Mère – Szenische Lesung in Zusammenarbeit mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe, INSEL (Karlstraße 49b)
Das vollständige Programm der Karlsruher Gespräche findet sich auf www.zak.uni-karlsruhe.de im Internet.
Weitere Informationen:
ZAK
Ina Scholl, ina.scholl@zak.uka.de, Tel. 0721/608-7910 (Organisation)
Sigrid Peters, sigrid.peters@zak.uni-karlsruhe.de, Tel. 0721/608-8027 (Pressearbeit)
Universität Karlsruhe (TH)
Stabsabteilung Presse, Kommunikation und Marketing (PKM)
Pressemeldung 005 / 05.02.2008 / pe-ele
[Rubrik: KIT] [Tags: integration,
karlsruhe,
kultur]
Über den aktuellen Sachstand der „Karlsruher Leitlinien zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern“ beraten die Mitglieder des Ausländerbeirats, der unter der Leitung von Bürgermeister Harald Denecken am Mittwoch, 13. Februar, um 15.30 Uhr im Raum 103 (Bildungs-Informations-Zentrum) in der Agentur für Arbeit in der Brauerstraße 10 zusammenkommt. In der öffentlichen Sitzung informiert danach der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Hartmut Pleier, über die Integration von Migranten in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt, und auch das Seniorenbüro berichtet über seine Arbeit.
Stadt Karlsruhe Presse- und Informationsamt
Pressedienst vom Montag, 4. Februar 2008 Nummer 3
[Rubrik: Stadt-Karlsruhe] [Tags: integration,
karlsruhe,
senioren]