KSC unterstützt Beauftragung von „Albert Speer & Partner“ [04.08.2008]

Raase: „Größe, Ausstattung, Lage und Infrastruktur entscheidend“

Der Karlsruher SC unterstützt nachhaltig die Entscheidung der Stadt Karlsruhe, das Architektenbüro Albert Speer & Partner mit der Untersuchung der beiden Standorte „Gleisbauhof“ und „Untere Hub“ für den Neubau eines Stadions zu beauftragen.

„Ich freue mich sehr über diese Entwicklung. Die Einzelheiten des erteilten Auftrages kennen wir allerdings nicht. Ich gehe jedoch davon aus, dass ein Architektenbüro wie Albert Speer & Partner nicht einfach das Profil des umgebauten Wildparkstadions spiegelbildlich auf die beiden Standorte überträgt. Damit würde man das Potential der Standorte “Gleisbauhof” und “Untere Hub” nicht ausschöpfen. Wir gehen daher davon aus, dass das Büro Albert Speer & Partner bei seinem Planungsauftrag zunächst das Anforderungsprofil eines zeitgemäßen und konkurrenzfähigen Stadions bestimmt und dieses seinen weiteren Überlegungen zugrunde legt. Darauf sind wir sehr gespannt. Vor allem Größe und Ausstattung sind neben Lage und Infrastruktur in der heutigen Nutzer- und Vermarktungslandschaft die entscheidenden Größen”, so KSC-Präsident Raase in einer ersten Stellungnahme.

Stadt und KSC haben die Chance, aus den jüngsten Erfahrungen und Erkenntnissen zu lernen, etwa bei den Fragen der UEFA-Tauglichkeit im Wildpark, der Infrastruktur und Sicherheit sowie dem Umfang und der Qualität des Platzangebotes. Dies sind alles Themen, bei denen die Stadt Karlsruhe und der KSC im gleichen Boot sitzen. Für die Stadt geht es um die Gesamtbelastung aus Investitionssumme und zu erwartenden Pachteinnahmen. Für den KSC sind all diese Fragen überlebenswichtig, denn ohne konkurrenzfähiges Stadion ist ein Bestehen in der Bundesliga sehr gefährdet.

Der KSC setzt darauf, mit dem Gutachten eine Entscheidungsgrundlage zu erhalten, welche Chancen und Risiken eines Stadionneubau einerseits und eines Umbaues im Wildpark andererseits umfänglich herausarbeitet und bewertet. Im Rahmen der Chancenbewertung des Neubaues könnte dann etwa auch angedacht werden, diesen in einen Sportpark einzubinden, der den ansässigen Vereinen, insbesondere den Durlacher Sportvereinen, eine neue und zukunftsweisende Heimat bieten würde.

“Wir gehen davon aus, dass wir in diesen Prozess in vollem Umfang mit eingebunden werden und sind gerne bereit, unsere Expertise und die Expertise unserer Berater einzubringen”, versicherte Manager Rolf Dohmen.

Presseinformation
Saison 2008/2009
Nr. 117/2008

Karlsruhe, 4/ August 2008

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Kosten für neues Wildparkstadion gestiegen, jährliche „Zuschüsse“ an die Karlsruher Fächer doppelt so hoch [02.07.2008]

Die Kosten für den Umbau des Wildparkstadions werden von ursprünglich veranschlagten 58 Millionen Euro auf 64 Millionen, bei Realisierung einer VIP-Garage im Stadion sogar auf 71 Millionen Euro steigen. Um dies finanzieren zu können, müssen die jährlichen städtischen “Zuschüsse” an die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG (KFE) mehr als verdoppelt werden. Jahr für Jahr müssen dazu von der Stadt knapp 3,4 Millionen Euro an die Gesellschaft überwiesen werden – über die gesamte Dauer des Pachtvertrages von 25 Jahren. In den ersten Beschlüssen des Gemeinderats waren diese noch mit 1,6 Millionen Euro berechnet.

Daneben fallen bei der Stadt direkt Kosten für Infrastrukturmaßnahmen und Entsorgung von Altlasten aus dem bestehenden Stadion in der Größenordnung von 15 bis 20 Millionen Euro an. Das sind die Kernbotschaften, die Oberbürgermeister Heinz Fenrich den Mitgliedern der gemeinderätlichen Wildparkkommission am heutigen Mittwoch zum Stand der Verhandlungen mit dem KSC über den Umbau des Stadions mitgeteilt hat. “Ich brauche vom Gemeinderat jetzt ein abschließendes Mandat, um die Vertragsverhandlungen mit dem Karlsruher Sportclub abschließen zu können”, sagt das Stadtoberhaupt. Ein entsprechender Beschluss des Gremiums soll auf seiner nächsten Sitzung am 15. Juli erfolgen.

Bei der veranschlagten Investitionssumme für das Stadion von jetzt 71 Millionen Euro schlägt sich der gestiegene Baukostenindex mit plus 5 Millionen Euro nieder. Noch einmal eine Million Euro werden bauliche Anpassungen an der bestehenden Tribüne ausmachen – nicht eingerechnet rund zwei Millionen Euro, die bereits in den nächsten Wochen und Monaten, also vor Beginn des Umbaus, in die bestehende Haupttribüne investiert werden sollen. Rund 7 Millionen Euro mehr kostet die VIP-Garage in der neuen Haupttribüne, die vom KSC als unverzichtbar angesehen wird und etwa 450 VIP-Fahrzeugen fassen soll.

Bei den Infrastrukturkosten von 15 bis 20 Millionen Euro schlagen vor allem die Aufwendungen für die Entsorgung des kontaminierten Erdreiches der Erdwälle zu Buche. Sie werden mit derzeit mit 6 Millionen Euro angesetzt, können letztlich aber auch zehn Millionen Euro ausmachen. Hinzu kommen rund 5 bis 6 Millionen Euro für unterschiedliche Projekte zur Verkehrserschließung. Die Entwässerung der 17.000 Quadratmeter Dachfläche erfordert Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro (Rückstaukanal oder Versickerungsanlagen). Für den Ankauf aller für die Erschließung und Parkierung benötigten Grundstücke sind rund eine Million Euro anzusetzen.

Die zähen Verhandlungen mit dem KSC seien zwar “weit fortgeschritten”, berichtete das Stadtoberhaupt den Kommissionsmitgliedern, “allerdings gibt es in einigen wenigen Punkten immer noch Dissens”. So bestehe der KSC darauf, dass die KFE die Besucherkapazität für die gesamte Pachtzeit garantiere. “Änderungen der gesetzlichen Anforderungen an Stadien – etwa durch erweiterte Fluchtwege oder größere Sitzabstände – erforderten dann bauliche Maßnahmen, deren Kosten allein die KFE tragen müsste”, erläutert OB Fenrich. Weitere Punkte sind die Vermarktung der neuen Räumlichkeiten. So beansprucht der KSC das Recht, alle Räumlichkeiten auch für Nebennutzungen (Familienfeiern, Kurse und andere Veranstaltungen) belegen zu können, ohne dass die KFE an den Einnahmen beteiligt würde oder auch nur einen Genehmigungsvorbehalt hätte. Gleiches soll auch für die Vermarktung aller Rechte am Stadion gelten. Hat die Stadt schon dem KSC die heutigen Vermarktungsrechte insgesamt zugestanden, so will dies der KSC auch für alle Zukunft zugesichert bekommen. Also auch hier soll die Stadt an möglichen künftigen Einnahmen als Stadioneigentümer nicht beteiligt werden. Vor allem im digitalen Bereich werden in der Zukunft finanzielle Potenziale vermutet. Im Übrigen bestehe auch noch in der Verantwortung für die Verkehrssicherungspflicht eine unterschiedliche Auffassung. In diesen offenen Feldern erwartet das Stadtoberhaupt vom Gemeinderat ebenso ein Votum wie in der Kostenfrage.

“Ein Baubeginn in der Sommerpause 2009 ist ausgeschlossen”, sagt das Stadtoberhaupt zum Zeitplan. Nachdem die für Frühjahr 2008 angestrebte Einigung mit dem KSC nicht erzielt werden konnte, sei jetzt “ein Baubeginn erst in der Sommerpause 2010 realistisch”, so Fenrich. Wenn der Gemeinderat auf Grund der Entscheidung am 15. Juli dann im Oktober über die unterschriftsreifen Verträge entscheiden kann, werde man im November mit dem Ausschreibungsverfahren beginnen.

Pressedienst vom Mittwoch, 2. Juli 2008

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Am Samstag mit neuer Verkehrsführung zum Stadion [24.04.2008]

Versuchsphase an den letzten drei Heimspieltagen des Karlsruher SC

Mit hohem Verkehrsaufkommen rund um das Wildparkstadion rechnen Verkehrsplaner, wenn am Samstag, 26. April, der Karlsruher SC um 15.30 Uhr den Tabellenzweiten der ersten Fußball-Bundesliga, den SV Werder Bremen, empfängt. Das städtische Tiefbauamt (TBA) erinnert noch einmal daran, dass für die Autofahrer erstmals eine neue Verkehrslenkung gilt. Um Verkehrsströme zum und vom Stadion zu entzerren, wird der Adenauerring am kommenden Samstag – wie auch bei den Heimspielen gegen Energie Cottbus (6. Mai) und den VfL Bochum (10. Mai) – auf Höhe des Stadions zwischen der westlichen Zufahrt zum Birkenparkplatz und der Theodor-Heuss-Allee nicht wie bisher nur nach, sondern schon zwei Stunden vor dem Spiel für den Verkehr gesperrt. Das bedeutet: Die Durchfahrt vom Durlacher Tor und über die Theodor-Heuss-Allee am Stadion vorbei besteht nicht mehr.

Stellplätze auf dem Stadiongelände sind nur noch von Westen über den Ring erreichbar. Die Anreise vom Birkenparkplatz wird von Westen und Osten geregelt. Zwischen Anpfiff und Abpfiff ist der Adenauerring wie gewohnt befahrbar. Laut Gunther Lott vom TBA sollen Umwege vermieden und die aus Westen und Osten kommenden Stadionbesucher in dieselbe Richtung wieder zurückgeführt werden.

„Freie Fahrt“ haben in der Versuchsphase für das neue Verkehrskonzept auch die Shuttlebusse. Sonderwagen ab dem Durlacher Tor wenden auf dem gesperrten Straßenabschnitt vor dem Stadion und bringen KSC-Fans zur neuen Haltestelle auf der dem Stadion zugewandten Straßenseite. Damit entfällt künftig das Überqueren der Straße mit dem gefährlichen „Slalomlaufen“ zwischen heranfahrenden Autos.

Wer mit dem Auto zum Wildparkstadion fährt, sollte also rechtzeitig auf die Hinweisschilder an den Zufahrtsstraßen achten. Die Tafeln informieren über die Sperrungen im Stadionbereich sowie über die Belegung der Parkplätze.

Stadt Karlsruhe

Presse- und Informationsamt

Pressedienst vom Donnerstag, 24. April 2008 Nummer 5

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OB Fenrich: Stadt will eine moderne Fußballarena – aber zu vertretbaren Konditionen [10.04.2008]

Oberbürgermeister Fenrich: Stadt will eine moderne Fußballarena – aber zu vertretbaren Konditionen

Aussagen des KSC haben nur wenige Tage Bestand / Raumprogramm war gemeinsam erarbeitet / Verhandlungen werden fortgesetzt

„Die ‚deutlichen und verbindlichen Aussagen‘ des KSC in den Verhandlungen über das neue Wildparkstadion haben mittlerweile nur wenige Tage Bestand. Wer das bestreitet, der blendet die Faktenlage bewusst aus – oder kennt sie nicht“. Mit deutlichen Worten weist Oberbürgermeister Heinz Fenrich den Eindruck zurück, die Stadt habe die Verzögerungen im Entscheidungsprozess über den Umbau der Spielstätte im Wildpark zu verantworten. „Wer kurz vor dem Abschluss der Gespräche am 2. April einen Katalog mit angeblich unverzichtbaren Anforderungen auf den Tisch legt, dessen grob geschätzter Investitionsbedarf bei rund 20 Millionen Euro liegt und am 7. April, also nur fünf Tage später, den größten Teil davon wieder streicht, der kann für sich nicht ernsthaft in Anspruch nehmen ‚immer deutliche und verbindliche Aussagen getroffen zu haben‘“, stellt das Stadtoberhaupt klar und betont „Wir alle wollen eine moderne Fußballarena als neue Heimat für den KSC und die vielen Fans aus der Stadt und der Region – aber zu vertretbaren Konditionen. Und deshalb werden wir die Verhandlungen mit dem KSC selbstverständlich fortsetzen“. Es könne keine Rede davon sein, dass das Projekt vorerst auf Eis gelegt sei.

Das Stadtoberhaupt erinnert noch einmal daran, dass für die Gespräche zwischen KSC und Stadt sowie für die Behandlung in den gemeinderätlichen Gremien seit rund 14 Monaten der Kostenrahmen von 58 Millionen Euro verbindliche Grundlage gewesen sei. „In diesem Rahmen hatten sich beide Partner auf ein Raumprogramm geeinigt. Dass dabei nicht alle Wünsche zu erfüllen seien, war bisher auf beiden Seiten Konsens gewesen, auch dass auf Parkplätze im Stadion verzichtet wird“. Mit dem „20-Millionen-Euro-Paket“ forderte der KSC dagegen überraschend wieder beiderseits einvernehmlich gestrichene Positionen ein, nämlich die etwa 600 VIP-Parkplätze unter der neuen Tribüne mit geschätzten Investitionskosten von 8,4 Millionen Euro. Daneben meldete er auch neue Wünsche an, wie z.B. ein transparentes Dach, die Vergrößerung des VIP-Bereiches, mehr Fernsehstudios und größere Presseräume. Mit diesen zum großen Teil wieder eingesammelten Forderungen und Wünschen habe der KSC den Konsens in den Verhandlungen in Frage gestellt. Das lasse nur die Schlussfolgerung zu, dass der „Willensbildungsprozess in Präsidium und Management immer noch nicht endgültig abgeschlossen ist“, bekräftigt Fenrich seine Aussage in der gemeinderätlichen Wildparkkommission vom Dienstag.

Eine Information des gemeinderätlichen Gremiums sei zwingend erforderlich gewesen. Die jetzt immer noch im Raume stehende Kostensteigerung von grob geschätzten sieben bis 17 Millionen Euro bei den Investitionen und die absehbare jährliche finanzielle Belastung des städtischen Haushalts auf bis zu 4,6 Millionen Euro über 25 Jahre verlangte dies, macht das Stadtoberhaupt deutlich. „Ich brauche dafür ein erweitertes Verhandlungsmandat des Gemeinderats“. Und auch die Öffentlichkeit habe ein Anrecht darauf zu erfahren, wo die Verhandlungen stehen, fügt OB Fenrich hinzu, denn: „Der Umbau des Wildparkstadions wird im Gegensatz zu anderen Stadion-Projekten – etwa in Hoffenheim oder auch in Stuttgart – ausschließlich aus öffentlichen Steuermitteln gestemmt. Damit steht der Oberbürgermeister und die politischen Entscheidungsträger Karlsruhes auch im Blick auf die vielfältigen und umfangreichen anderen kommunalen Aufgaben in einer besonderen Verantwortung“.

„Ich erwarte jetzt von den Verantwortlichen des KSC, dass sie sich der Stadt gegenüber verbindlich erklären, damit wir dem Gemeinderat und seinen Gremien möglichst bald entscheidungsreife Verträge vorlegen können. Die Geduld der Stadt und der Fans darf nicht unbefristet auf die Probe gestellt werden.“

Sonderpressedienst 10. April 2008

Pressesprecher Stadt Karlsruhe

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Wildparkstadion: KSC stellt Aussagen des Oberbürgermeisters klar [09.04.2008]

der Karlsruher SC stellt die im Sonderpressedienst der Stadt Karlsruhe vom gestrigen Abend gemachten Äußerungen des Karlsruher Oberbürgermeisters Heinz Fenrich klar. „Wir haben in den Verhandlungen immer deutliche und verbindliche Aussagen gemacht“, erklärte KSC-Präsident Hubert H. Raase. „Uns jetzt im Rahmen einer öffentlichen Verlautbarung genau das Gegenteil zu unterstellen, ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr befremdend.“ Die Presseerklärung des Oberbürgermeisters steht in deutlichem Widerspruch zu den Verhandlungen und den Ergebnissen der mit Vertretern der Stadt und des KSC besetzten Verhandlungskommission.

Der KSC nimmt zu den im Rahmen der Presseinformation der Stadt Karlsruhe thematisierten Bereichen wie folgt Stellung:

Parkplätze:

Die Parkplätze wurden von der Stadt aus Kostengründen aus dem Stadion herausgenommen und auf den Birkenparkplatz verlegt. Diese Parkplätze sind für die Vermarktung der Business-Seats, mit denen 80% der Stadioneinnahmen erwirtschaftet werden, von entscheidender Bedeutung. In der Verhandlungskommission wurde gemeinsam die Umsetzung der Parkplatzanlagen erörtert. Der KSC hat auf Nachfrage der Stadt, wie sich der Verein die Durchführung vorstelle und ob eine Befestigung des Birkenparkplatzes vonnöten sei, hierzu klar Stellung bezogen. Aus Sicht des Vereins ist aus Vermarktungsgründen eine Befestigung notwendig, für die Umsetzung des Projekts aber final nicht entscheidend. Für den KSC ist nicht nachvollziehbar, wieso hier von „zusätzlichen Überlegungen“ mit „Mehrkosten zwischen vier und acht Millionen Euro“ gesprochen wird.

Steuerliche Fragen und Mehrflächen:

Aus Kostengründen gab der KSC sein Einverständnis zur Reduzierung der Nutzflächen (veredelter Rohbau) von 5000 m2 auf 500 m2. Unabhängig davon wurde der KSC im Rahmen der Vertragsverhandlungen darüber informiert, dass er auf die Unterbringung des vereinseigenen Jugendinternats verzichten müsse. Als Grund hierfür wurden steuerliche Aspekte genannt, die in Händen der Stadt liegen. In weiteren diesbezüglichen Gesprächen wurde dem Verein als Auskunft gegeben, die so frei werdenden Flächen kostenneutral als Lager- und Büroflächen zu nutzen. Hier davon zu sprechen, der Verein würde dies „seit kurzem für notwendig halten“ und dies darüber hinaus mit Kosten von rund 700.000 Euro zu beziffern, ist sachlich unrichtig.

Neue DFB/DFL-Bestimmungen

Aufgrund neuer DFB-Bestimmungen muss der KSC II ab der kommenden Spielzeit im Wildparkstadion selbst spielen. In der Verhandlungskommission wurde über die Verteilung der Mehrkosten Einigung erzielt. Die Veränderung der derzeit nicht bundesligatauglichen Medienarbeitsbereiche auf der bestehenden Haupttribüne ist unabhängig von einem Umbau relevant für eine Lizenzerteilung in der ersten und zweiten Bundesliga. Somit ist diese weder eine Forderung des Vereins noch hat dies eine Kostenerhöhung zur Folge. Dies ist der Stadt bekannt.

Dachgestaltung:

Der KSC hat in den Verhandlungen darauf hingewiesen, dass für einen Mehraufwand in Höhe von rund 90.000 Euro das Stadiondach durchlässiger für UV-Licht gestaltet werden könnte, um dadurch die Kosten der Rasenpflege dauerhaft zu reduzieren. Eine Forderung war dies nicht. Diesen sachlichen Vorschlag nun so zu kommentieren, der KSC würde “eine lichtdurchlässigere Gestaltung von Teilen des Daches” seit kurzem für notwendig halten ist schlicht befremdlich.

Vertragsstand

Die Mitglieder der Verhandlungskommission sind sich in der Konzeption und den wichtigen Fragen des Vertrages einig. Man ist davon überzeugt, auch hinsichtlich der restlichen Punkte, bei denen auf Seiten der Stadt noch Vorfragen zu klären sind, eine Einigung zu finden. Garantien werden nicht gefordert. Es soll das gelten, was im Gesetz steht.

Grundsätzlich will der KSC ein vermarktbares Stadion. Ebenso zieht der Verein aber die Kosten jeder einzelnen angedachten Maßnahme in Betracht und wird deren Umsetzung nur befürworten, wenn sich diese wirtschaftlich darstellen lässt.

Durch die mittlerweile mehrfach getätigten öffentlichen Äußerungen des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe in der jüngeren Vergangenheit ist beim KSC der Eindruck entstanden, dass die Umsetzung des Stadionumbaus von der Verwaltung als notwendiges Übel angesehen wird. „Die Verwaltung ihrerseits ist gefordert, diesen Eindruck zu widerlegen und den Gemeinderatsbeschluss zum Umbau des Stadions konsequent umzusetzen. Die Verlautbarungen und Pressemitteilungen mit letztlich fragwürdigen Inhalten lassen keinen eindeutigen Schluss zu“, so KSC-Präsident Hubert H. Raase. „Wir sind eigentlich davon ausgegangen, nach wie vor am Verhandlungstisch zu sitzen. In unseren Augen braucht die Stadt Karlsruhe das neue Stadion ebenso wie der KSC und die Leute in der Region.“

Presseinformation des KSC
Saison 2007/2008
Nr. 52/2008

Karlsruhe, 9. April 2008

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OB informiert Wildparkkommission [08.04.2008]

Neue Forderungen und Auflagen treiben die Kosten für das Wildparkstadion in die Höhe

OB Fenrich fordert neues Verhandlungsmandat des Gemeinderats/Kommission informiert/Verbindliche Äußerungen des KSC stehen aus

„Um die Verhandlungen mit dem Karlsruher SC endlich zum Erfolg führen zu können, brauchen wir verbindliche Äußerungen von Präsidium und Management, die auch Bestand haben. Von unterschriftsreifen Verträgen sind wir noch weit entfernt“. Was Oberbürgermeister Heinz Fenrich den Mitgliedern der gemeinderätlichen Wildparkkommission heute vor der Sitzung des Gemeinderates über den Stand der Verhandlungen über den Stadionneubau mitteilen konnte, klang ernüchternd. Angesichts ungeklärter steuerlicher Fragen, vom KSC begehrter Garantien und zusätzlicher räumlicher Wünsche, veränderter Auflagen des DFB und der DFL sowie gestiegener Baupreise könnten die Investitionskosten von ursprünglich 58 Millionen Euro um sieben bis 17 Millionen Euro steigen. Zusätzlich würde sich der jährliche „Zuschuss“ im städtischen Haushalt von zuletzt bereits aufgebesserten 1,6 Millionen um weitere zwei bis drei Millionen Euro vergrößern – und das über die Laufzeit des Vertrages von 25 Jahren. „Vor diesem Hintergrund brauche ich ein neues Verhandlungsmandat des Gemeinderats“, erklärte das Stadtoberhaupt und fügte hinzu: „Ein Baubeginn im Sommer 2009 ist deshalb aus heutiger Sicht völlig unrealistisch“.

Als einer der größten Kostenblöcke schlägt die Forderung des KSC nach speziellen Parkierungsanlagen für die VIP-Gäste zu Buche. Je nach geforderter Variante – von Garage in der neuen Tribüne bis befestigtem Parkierungsbereich auf dem Birkenparkplatz mit Brückenanbindung, damit man trockenen Fußes zu den Logen oder den Businessseats gelangt – verursachen diese zusätzlichen Überlegungen des KSC Mehrkosten zwischen vier und über acht Millionen Euro. Zusätzliche Büro- und Lagerräume sowie eine lichtdurchlässige Gestaltung von Teilen des Daches, die der KSC seit kurzem für notwendig hält, schlagen mit rund 700.000 Euro zu Buche. Die Auswirkungen der Baukostenentwicklung in der über zwei Jahre langen Verhandlungsphase beziffern Fachleute auf mittlerweile über vier Millionen Euro zusätzlich. Dazu kommen im vergangenen Herbst geänderte Medienrichtlinien der DFL, die Umbauten an der bestehenden Haupttribüne erfordern – mit Kosten von über zwei Millionen Euro. Obwohl „diese Kosten derzeit nur unverbindliche, grobe Schätzungen sind“, wie OB Fenrich ausdrücklich betonte, müsse man nach derzeitigem Verhandlungsstand von rund 73 Millionen Euro Baukosten ausgehen. Abschreibung, Verzinsung und Instandhaltung würden den Haushalt der Stadt mit dann bis zu 4,6 Millionen Euro jährlich belasten.

„Für den Gemeinderat wird sich die Frage stellen, ob er die zusätzlichen Anforderungen an ein umgebautes Wildparkstadion mittragen will und die finanziellen Belastungen verantworten kann“, sagte das Stadtoberhaupt. Der Zeitplan für die Entscheidungsfindung der Fraktionen werde auch von den Ergebnissen der weiteren Gespräche mit dem KSC abhängen. „Die Verhandlungen haben gezeigt, dass der Willensbildungsprozess des KSC ganz offensichtlich noch immer nicht abgeschlossen ist“. Deshalb sieht Oberbürgermeister Fenrich eine Entscheidung des Gemeinderats über ausverhandelte und unterschriftsreife Verträge im Mai für „nicht haltbar“ an.

Sonderpressedienst 8. April 2008

Stadt Karlsruhe – Pressesprecher

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