Fahne der Eisernen Front als Geschenk an das Stadtarchiv [29.07.2008]

Banner ergänzt Ausstellung zur Nazi-Schandfahrt/Schau bis 27. September verlängert

Ab dem morgigen Mittwoch, 30. Juli, 11 Uhr, ergänzt eine vermutlich aus dem Jahr 1932 stammende Fahne der Eisernen Front die Ausstellung „Die Schaufahrt vom 16. Mai 1933“ im Ständehaus. Angeregt durch diese Ausstellung über die schändliche Fahrt auf einem offenen LKW durch die Stadt und zum KZ Kislau, die von den Nazis festgenommene prominente Sozialdemokraten über sich ergehen lassen mussten, hat ein Karlsruher Bürger diese Fahne dem Stadtarchiv geschenkt. Die Eiserne Front bildete ein von republikanischen Kräften gegründetes Gegengewicht zu den seit Oktober 1931 in der Harzburger Front zusammengeschlossenen rechten Gruppierungen um die NSDAP. Am 22. Februar 1932 veranstaltete die Eiserne Front erstmals in Karlsruhe eine Kundgebung. Am 5. Februar 1933 kam es im Anschluss an eine Kundgebung der Eisernen Front und der SPD auf dem Marktplatz, der Kaiser- und der Kreuzstraße zu Schlägereien mit Rechtsradikalen. Der Führer der Karlsruher Eisernen Front, Gustav Heller, war eines der Opfer, die am 16. Mai 1933 durch die Stadt gekarrt wurden. Das von dem Exil-Russen Sergei Tschachotin entwickelte Symbol der drei „Freiheits-Pfeile“ als Gegensymbol zum nationalsozialistischen Hakenkreuz erschien am 14. Juni 1932 erstmals im Karlsruher „Volksfreund“ und schmückte seit dem 1. Juli 1932 auch das Titelblatt der SPD-Zeitung.

Die Ausstellung über diese Schandfahrt wird verlängert und ist jetzt bis zum 27. September zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbibliothek in der Erinnerungsstätte zur Badischen Demokratiegeschichte zu sehen. Ursprünglich war vorgesehen, sie nach der Karlsruher Museumsnacht (KAMUNA) am Samstag enden zu lassen.

Stadt Karlsruhe

Presse- und Informationsamt

Pressedienst vom Dienstag, 29. Juli 2008 Nummer 8

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Dr. Brigitte Baumstark neue Leiterin der Städtischen Galerie [11.07.2008]

Dr. Brigitte Baumstark tritt als Leiterin der Städtischen Galerie Karlsruhe die Nachfolge der in den Ruhestand verabschiedeten Dr. Erika Rödiger-Diruf an. Darauf einigte sich eine Findungskommission unter Leitung von Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Das Bürgermeisteramt war dem Vorschlag des Gremiums gefolgt.

Brigitte Baumstark hatte seit der Verabschiedung von Rödiger-Diruf das städtische Museum kommissarisch geleitet. Durch Baumstarks Berufung als Galeriechefin ist die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder eines wissenschaftlichen Mitarbeiters frei geworden. Diese Position wird im Herbst extern ausgeschrieben. Extern wie auch intern war auch die Stelle für die Leitung der Galerie ausgeschrieben worden. Brigitte Baumstark setzte sich schließlich im Auswahlverfahren am 30. Juni gegen 19 Bewerber und 28 Bewerberinnen durch.

Dr. Brigitte Baumstark ist neue Leiterin der Städtischen Galerie Karlsruhe. Foto: ONUK

Sonderpressedienst der Stadt Karlsruhe vom 11. Juli 2008

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