Karlsruher Zoopädagogik ist nun auf erfolgreichem Kurs [01.02.2008]

Zoo hat 2007 sein Angebotsspektrum deutlich erweitert

Mehr Führungen

Der Karlsruher Zoo wird in der Öffentlichkeit deutlicher wahrgenommen. Zu verdanken ist das unter anderem zwei Biologinnen der Zoopädagogik, die seit rund einem Jahr gemeinsam mit der Verwaltung daran arbeiten, den Tiergarten für Besucher attraktiver zu machen, für ihn die Werbetrommel zu rühren und das Angebotsspektrum zu erweitern. Mit Erfolg, wie Zoochefin Dr. Gisela von Hegel am gestrigen Donnerstag dem Ausschuss für öffentliche Einrichtungen unter der Leitung von Erstem Bürgermeister Siegfried König berichtete.

Seit der Einführung eines zoopädagogischen Konzepts und der personellen Verstärkung (zuvor gab es nur eine Zoopädagogin) sind sämtliche Aktivitäten intensiviert worden. Schwerpunkt war die Arbeit mit Schulen, mit hochbegabten und geistig behinderten Kindern. Die Expertinnen erstellten einen Themenkatalog für Rundgänge, die den schulischen Lernstoff ergänzen, und konzipierten Informationsmaterial. Die Zahl der thematischen Führungen für Gruppen konnte im vergangenen Jahr von 92 (2003) auf 244 gesteigert werden. Führungen, die sich an alle Zoobesucher richten und ganzjährig gebucht werden können, wurden 121 Mal (2003: 45) nachgefragt. Von den Gästen gut angenommen worden sind laut Zoo-Bericht auch die Ausstellungen zu verschiedenen Themen, darunter vor allem die über „Madagaskar – Oase der Evolution“, außerdem Kindergeburtstage sowie Märchenstunden. Und der Karlsruher Zoo zeigte 2007 Präsenz: Er warb für sich beim KSC-Familientag, bei der Offerta oder beim Regionaltag. Auch der Internetauftritt wurde neu strukturiert.

Damit es auf der Erfolgsspur weitergeht, hat sich der Zoo auch für 2008 einiges einfallen lassen. Knapp 100 Projekte stehen auf der Liste. Bestehendes soll weitergeführt, einiges neu angepackt werden. Geplant sind ein Kinder-Aktiv-Führer über Zootiere, Quizkarten zu allen Tierarten für Kinder in vier Altersstufen sowie im Rahmen der Jahreskampagne des Europäischen Zooverbands eine Schau zum Thema „Amphibienkrise“. Und Schüler der Lidellschule entwerfen in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Modelle von Eisbären im Karlsruher Zoo, die von einer Jury prämiert und dann – in größerer Dimension – in der Stadt aufgestellt werden.

Die größte Herausforderung dürfte jedoch sein, großen und kleinen Zoofreunden anstehende Umbauarbeiten wie die der alten Stallungen oder des „Lebensraums Wasser“ nahe zu bringen und sie darüber den etwas eingeschränkten Service und die Sperrung einzelner Areale vergessen zu lassen. Die Arbeit des Zoos könne sich sehen lassen, lobten die Ausschussmitglieder einmütig die Bemühungen um mehr Öffentlichkeit und versicherten Zoochefin Gisela von Hegel ihrer Unterstützung.

Stadt Karlsruhe – Presse- und Informationsamt
Pressedienst vom Freitag, 1. Februar 2008 Nummer 3

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