Ludwig-Guttmann-Schule in Kronau feiert Richtfest [01.04.2009]

Landrat Dr. Schnaudigel: „Bildungschancen für behinderte Kinder im Landkreis werden weiter unterstützt.“

Gemeinsam mit vielen Gästen konnten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und der Kronauer Bürgermeister Jürgen Heß am 1. April 2009 Richtfest des Neubaus der Ludwig-Guttmann-Schule Karlsbad-Langensteinbach in Kronau feiern.

„Durch die Neubaumaßnahme der Außenstelle in Kronau ist der Kreis in der glücklichen Lage den Schülerinnen und Schülern – und auch den Lehrkräften – in der Ludwig-Guttman-Schule Außenstelle Kronau künftig ein völlig neu konzipiertes Schulgebäude zur Verfügung stellen zu können”, freute sich der Landrat.

Der Kreistag beschloss diese Maßnahme in seiner Sitzung am 24. April 2008. Pädagogisch sei die Neubaukonzeption der Außenstelle der Schule auf dem neuesten Stand. Bereits als Rohbau steht der eingeschossige Baukörper mit einer Nutzfläche von knapp 1000 Quadratmetern in unmittelbarem Anschluss an den südlichen Bauteil der Erich-Kästner-Schule Kronau. Neben dem großzügigen Foyer, das als Bewegungsfläche dient und wo kleinere Aufführungen stattfinden können, gibt es vier neue Klassenzimmer und zwei Gruppenräume, einen Werk- und einen Computerraum sowie einen Mehrzweckraum mit angrenzendem Küchenbereich. Als spezielles Angebot für die körperbehinderten Schüler stehen fünf Förderpflegebereiche, drei Einzeltherapieräume sowie ein Universalraum für basale und lebenspraktische Bildung zur Verfügung. Die neue Schule wird Anfang November diesen Jahres bezugsfertig sein.

Der Landrat stellte zudem die durchweg positiven Erfahrungen mit dem inzwischen als „Kronauer Modell“ bekannten Zusammenwirken der Ludwig-Guttman-Schule Karlsbad und der Erich-Kästner-Schule Kronau im Sinne einer Kooperation und Integration heraus. „Die Vorteile der integrativen Beschulungsmaßnahme erfahren nicht nur behinderte Kinder und ihre Eltern, sondern vor allem auch die Schülerinnen und Schüler der allgemeinen Schule, denen im Bereich der Sozialkompetenz und der Lebenserfahrung große Chancen dadurch erwachsen.“

Insgesamt werden in den Neubau 3,7 Millionen Euro investiert – ohne Grunderwerb. Ein Landeszuschuss ist in einer Größenordnung von etwa 1,7 Millionen Euro zu erwarten. Damit investieren die kommunalen Träger aus ihren Budgets rund zwei Millionen Euro, die vom Land nicht gefördert werden.

Dr. Schnaudigel dankte auch den Partnern im regionalen Verbund – den Landkreisen Calw, Rastatt und dem Enzkreis sowie den Städten Karlsruhe und Baden-Baden, die dieses Neubauprojekt zusammen mit dem Landkreis Karlsruhe gemeinschaftlich beschlossen haben und finanzieren werden. Der Landrat lobte auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Heß und den Kronauer Gemeinderäten, die dieses Projekt von Anfang an unterstützten.

Auch Bürgermeister Heß freute sich über die Ansiedlung der Ludwig-Guttmann-Schule in Kronau und dankte – auch im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung – dem Landrat für die bisher reibungslose Zusammenarbeit in der Bauphase. „Die Erich-Kästner-Schule, die Handballhalle der Rhein—Neckar-Löwen und das Handball-Förderzentrum mit einem Psychomotorikraum, der von der Außenstelle genutzt wird und von Herrn Dietmar Hopp finanziert wurde, sind aus einem Guss und ergänzen sich zu einer segensreichen Symbiose. Da musste die Schule ganz einfach reinpassen“, so Heß.

Die Schulleiterin Claudia Baller und die Außenstellenleiterin Simone Ganz dankten dem Landrat, dem Architekten Peter Niemann vom Architekturbüro Enzensberger & Niemann und allen am Bau und an der Planung Beteiligten. „Schule in Bewegung, so lautet der Leitsatz der Schule“, sagte Claudia Baller, „dass die Bewegung weitergeht, lässt sich auch an diesem Bau erkennen“, hob die Schulleiterin besonders die Weitsichtigkeit des Kreistages hervor, diese Entscheidung für viele Schülerinnen und Schüler im nördlichen Landkreis getroffen zu haben. Mit den Worten von Jules Barbey d´Aurevilly drückte es die Außenstellenleiterin Simone Ganz aus: „An jedem Einzelnen liegt es, ob aus dem Haus ein Zuhause wird.” In Kronau würden hierfür die besten Vorrausetzungen geschaffen werden.

Umrahmt wurde das Richtfest durch zwei Aufführungen von Schülerinnen und Schülern der Ludwig-Gutmann-Schule. Die vierte Klasse präsentierte zusammen mit der zweiten Klasse einen Tanz und zeigte mit der Kooperationsklasse beeindruckende Akrobatikübungen.

Sonder-Pressedienst Landratsamt Karlsruhe vom 01.04.2009

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Geschäftsführende Schulleiter legten Ferien und unterrichtsfreie Tage für das Schuljahr 2009/2010 fest [02.01.2009]

Die Geschäftsführenden Schulleiter haben jetzt in Abstimmung mit dem Gesamtelternbeirat die Ferien und unterrichtsfreien Tage im Bereich der Stadt Karlsruhe für das Schuljahr 2009/2010 festgelegt. Danach dauern die Sommerferien vom 30. Juli bis zum 12. September und die Herbstferien vom 26. bis 30 Oktober 2009. Die Weihnachtsferien sind vom 23. Dezember 2009 bis 9. Januar 2010 terminiert. Über Fastnacht können sich die Schüler und Schülerinnen vom 15. bis 19. Februar 2010 vom Schulstress erholen. In den Faschingsferien sind auch die beweglichen Ferientage enthalten. Die Osterferien dauern vom 6. bis 10. April und die Pfingstferien vom 25. Mai bis 5. Juni 2010. Sommerferien sind vom 29. Juli bis zum 11. September 2010 angesagt. Als zusätzliche freie Schultage sind der 31. Oktober 2009 (Reformationsfest), der 1. April 2010 (Gründonnerstag) und Freitag, der 14. Mai 2010, festgesetzt.

Stadt Karlsruhe

Presse- und Informationsamt

Pressedienst vom Freitag, 2. Januar 2009 Nummer 2

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Uhland-Schule muss wohl zum Schuljahresende 2008/09 aufgelöst werden [09.06.2008]

Weiterhin sinkende Schülerzahlen an den Karlsruher Hauptschulen

Die Uhland-Hauptschule in der Südstadt steht angesichts weiterhin sinkender Schülerzahlen wohl vor dem Aus. Die Stadt wird, wenn auch schweren Herzens, die Auflösung zum Ende des Schuljahres 2008/09 beim Schulamt beantragen müssen. Dieses Fazit zog Schulbürgermeister Harald Denecken in der jüngsten Sitzung des Schulbeirats, der sich ausführlich mit der Situation und Zukunft der Hauptschulen befasste.

In Karlsruhe hat sich zum Schuljahresbeginn 2007/08 erstmals der Schulversuch „Aufhebung der Hauptschulbezirke“ auf die Schülerzahlen an den einzelnen Schulen ausgewirkt. Insgesamt ist die Schülerzahl an den Hauptschulen von 3 173 Schülerinnen und Schülern um 228 auf 2 945 gesunken. Während der Laufzeit des Schulversuchs – bis zum Schuljahresende 2011/12 – muss die Stadt als Schulträger keine Hauptschule schließen. Allerdings sollen die Hauptschulen diesen Zeitraum nutzen, um eigenständige und zukunftsfähige Profile zu entwickeln.

Nach der Vorlage des Schuldezernats erreichen insgesamt zehn Hauptschulen derzeit nicht die vom Kultusministerium definierte Untergrenze von 85 Schülern in den Klassenstufen fünf bis neun. Bei den Ganztags-Hauptschulen ist aktuell besonders die Uhland-Hauptschule betroffen, die trotz eines vielfältigen Förder- und Unterstützungsangebots im laufenden Schuljahr lediglich acht Schüler und Schülerinnen in der fünften Klasse hat. Sie wird im nächsten Schuljahr überhaupt keine Fünftklässler und damit insgesamt nur noch 67 Schüler haben. Deshalb hat auch die Gesamtlehrerkonferenz der Uhland-Schule beschlossen, den Schulbetrieb für ein weiteres Jahr zu erhalten und ihn erst zum Ende des Schuljahres 2008/09 einzustellen. Dieser Vorschlag geht, so Bürgermeister Harald Denecken, an den Gemeinderat, der dann die letzte Entscheidung über die Schließung der Uhland-Schule zu treffen hat.

Da der Schulbetrieb dort ein weiteres Jahr fortgesetzt wird, können die Schüler der aktuellen achten Klasse ihren Hauptschul-Abschluss noch an der Uhland-Schule machen. Für die Schüler der jetzigen fünften, sechsten und siebten Klassen wird der Betrieb unter optimalen Bedingungen mit sehr kleinen Klassen ebenfalls noch ein Jahr weitergeführt. In dieser Zeit soll ein Wechsel der Schüler zum Schuljahr 2009/10 gründlich vorbereitet, begleitet und gestaltet werden. Bis zum November will man an der Uhland-Schule für jedes Kind eine individuelle und gut durchdachte Lösung für die weitere Schulzeit suchen. Jedem Kind wird ein passender Schulplatz garantiert.

In der Diskussion bedauerten mehrere Stadträte die geplante Auflösung der Uhland-Hauptschule. Dies wirke sich schlecht auf den Stadtteil aus, da es in der Südstadt viele ausländische Schüler gebe. Dazu meinte Bürgermeister Denecken, die Stadt sei zu diesem traurigen Schritt nunmehr gezwungen, weil das Interesse von Schülern und Eltern an dieser Hauptschule der Südstadt stark nachgelassen habe. „Wir können die Kinder nicht einfangen“, betonte der Schuldezernent und verwahrte sich gleichzeitig gegen den Vorwurf, die Stadt habe in der Vergangenheit zu wenig für die Uhland-Schule getan. Denecken verwies darauf, dass die Stadt als Schulträger erst vor kurzem 1,2 Millionen Euro in den Ausbau zur Ganztagesschule investiert habe.

Sonderpressedienst der Stadt Karlsruhe vom 9. Juni 2008

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